| Der
aktuelle Kommentar zum Krieg der Sterne (Planet Horneburg und anderswo)
Vom "Wir-Gefühl"... Es war einmal vor vielen vielen Jahren in einer weit weit entfernten Galaxis... Da schrieb ein Kommentator in einer "Fachzeitschrift" des grossen Imperiums einen fein verfassten Artikel mit dem Titel "Vom Wir-Gefühl". Es ging um "seinen" Verband, die Nationalmannschaft und das so richtig verlogene grosse Ganze (Taekwondo-Unwesen). Diesen Artikel hab ich nie vergessen, denn mit der Dunklen Macht ist das immer wieder dasselbe - sie ist ein Teil der Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft. Unter dem Strich bleibt diese Erkenntnis auch beim Deutschland-Cup in Horneburg 2008 im Raum stehen. Die Welt und eben auch die Taekwondo-Welt mit ihren unterschiedlichen Gruppierungen ist so angelegt, dass sich die "Bösen" aus ihrer eigenen Sicht immer selbst für die "Guten" halten. Jeder hat (für die eigene Seite) die besten Argumente, warum das so ist. Die Frage bleibt: Wie kann man die Guten von den Bösen auseinanderhalten ? Es heisst zum Beispiel: "Böse Menschen haben keine Lieder - wo man singt, da lass Dich ruhig nieder" Aber stimmt das wirklich ? Die
"Gutwilligen" und die "Böswilligen" voneinander zu unterscheiden ist
durchaus möglich, wenn man einige prägnante Faktoren im Auge
behält.
Erstens: Wie reden sie und wie handeln sie ? Zweitens: Wie reden und wie handeln sie - hinter den Kulissen ? = wenn ihre "Freunde" (oder Feinde) grad nicht da sind. Drittens: Wie gehen sie mit "Schwächeren" um ? Viertens: Bleiben sie "demütig" und "bescheiden" oder sind sie sofort rücksichtslos die Grössten, wenn sich die Chance dazu ergibt ? Die "Bescheidenheit" war der wichtigste Wert, den "mein" ursprünglicher Trainer mir mit auf die Taekwondo-Reise mitgegeben hatte, als ich grad mal 16 Jahre alt war und ein Anfänger reinsten Wassers. Inzwischen bin ich Mitte fünfzig, nicht mehr so fit wie vor 10 oder 20 Jahren, vermutlich immer noch kein "Meister", aber ich habe sehr viel gelernt. Über diesen Sport und vor allem über Menschen (in diesem Sport). Die Steine und Bretter, die mein erster Trainer vor 30-40 Jahren mit der blossen Hand zerbrochen hat, unterscheiden sich nicht viel von denen, die beispielsweise beim Deutschland-Cup 2008 in Horneburg für "Meistertitel" und "Weltrekorde" gesorgt haben. Und vielleicht für neuerliche "Höhenflüge"... Dabei lief es insgesamt recht "freundschaftlich" ab. Zumindestens VOR den Kulissen. Allerdings sind die Freunde von heute oftmals die Feinde von morgen - und umgekehrt. Eine menschliches Prinzip, welches in Ehen, Vereinen, Verbänden und sogar Radiosendern vorkommen soll. Deswegen
hat der Kommentator selbst maximal 4 typische Freunde. Auf "Millionen"
hingegen wartet er immer noch.
Im
anfangs erwähnten "grossen Imperium" sah das "Wir-Gefühl" vor
20 Jahren nicht viel anders aus als vermutlich heutzutage.
Oder umgekehrt. Oder wieder andersrum, wenn es "politisch" in den Kram passt. Da
gab es im Rhein-Ruhr-Ländle mal einen jahrelangen Präsidenten
und Oberdemagogen, der einen seiner Mitpräsidenten in der grossen
Versammlung öffentlich als "Verräter" brandmarkte und zwar nur
deswegen, weil der (rein privat oder beruflich) in ein anderes Bundesland
verzogen war.
Der
merkwürdig gestrickte Südwestler, der mir den Ehrentitel "Böser
König" versteckt untergejubelt hat, muss sich leider hinten anstellen
bei der Wahl zur originellsten Verleumdung von echten Taekwondo-Liebhabern.
Die diesbezügliche Rangliste führen derzeit ganz andere Leute
an.
Man sollte die "Dunkle Seite der Macht" (und die Macht der Presse...) eben niemals unterschätzen. Wie Meister Yoda oder Obi Wan Kenobi geht man dann zwangsläufig ins Exil, wird von den Schergen des bösen Imperiums verfolgt und von den eigenen "Schülern" verraten. Ein
grosser (verstorbener) Meister des bundesdeutschen (und europäischen
?) Taekwondo hatte mir 1988 folgende dunkle Prophezeiung gemacht:
Der
Mann verstand was von dem Job, denn gegen ihn hatten sich seine "alten
Freunde" damals schon sehr erfolgreich eingeschossen.
Stirb langsam: The wrong man at the wrong place at the wrong time... Man
ist meist schon froh, wenn ein paar Leute einfach mit anpacken und zumindestens
beim Ein- oder Ausladen helfen, um wenigstens eine einzelne Sportveranstaltung
zu ermöglichen.
Ein
echtes
"WIR-Gefühl" oder auch in Fussball-Deutsch TEAMGEIST ist
etwas ganz anderes.
Für Wundergläubige im Sport kaum von Interesse, dass beispielsweise die deutschen Fussball-Helden von 1954 nach dem "Wunder von Bern" niemals mehr zusammen in einer Mannschaft gespielt haben. Immerhin sind Sportler wie diese grösstenteils Vorbilder für gegenseitigen Respekt vor der Leistung anderer geblieben. In gewisser Hinsicht eine Ausnahme - zum Ausnahmesportler Max Schmeling hab ich 2007 meine persönliche Sicht der Dinge kommentiert. Die schnöde Wirklichkeit in "unserem" Sport, aber auch woanders, sieht in Wirklichkeit folgendermassen aus: Es gab und gibt kein echtes "WIR", sondern nur jede Menge "UNS" = "Vereins-Cliquen" (manchmal auch Verbands-Cliquen) rund um ihren jeweiligen "Meister"-"Trainer", die sich selbst jeweils für die beste von allen halten. Nicht
alle treten extrem bösartig oder böswillig auf, die meisten sind
eher ziemlich unmotiviert, aber in diesem grossen "Gegeneinander" ist sich
selbst jeder der Nächste - der eine mehr, der andere weniger.
Hintenrum
wird ziemlich intrigantes Verhalten und eine Unehrlichkeit hoch 3 gepflegt.
Das setzt sich auch innerhalb der Cliquen nahtlos fort, denn "Binnenkonflikte",
Streitigkeiten und Reibereien innerhalb von Vereinen und Sportschulen sind
durchaus das Übliche in der Szenerie.
Beispielsweise
sind fachkundige "Arbeiter" wie die beiden Taekwondo-Herzen aus Iserlohn
immer gut dafür, dass man sie als vermeintlich "mächtige" Jedi-Ritter
der ETF hofiert und passend für eigene Zwecke einzuspannen versucht.
Vom
vielzitierten "DO" in Wirklichkeit keine Spur. Munter eifert man dem Original
aus Fernost nach, vorzugsweise dem aus dem Land der Gründer.
Die besten Schüler fernöstlicher Vorbilder waren diejenigen, die diesen Exportartikel in allen möglichen Ländern dieser Welt übernommen haben - entweder ihrerseits recht geschäftstüchtig oder sehr gedankenlos immer wieder mit derselben falschen Nationalfahne an der Wand. Will
man "den Weg" (den wahren...) heutzutage noch ansatzweise erleben, dann
geht man besser nicht in eine Sporthalle zu einem handelsüblichen
Turnier oder meldet sich in einem typischen deutschen Verein zum Training
an.
Wer
was über das "Wir-Gefühl" und den "Weg" lernen möchte, der
muss zwangsläufig auf das Kino und grosse Gefühle ausweichen.
Freundschaften der üblichen Art halten eine Weile, meist nicht allzu lange und dann geht die Suche nach neuen Freunden (oder Verbänden) und den grossen Erfolgen in eigener Sache wieder los. Haben "WIR" das nötig ? Ich glaube wir haben nicht alles und nicht alles auf Dauer nötig, denn wie hat ein Kampfrichter bei einem Turnier-Frühstück, das ganz anders geplant gewesen war, so weise zu formulieren gewusst..."Alles hat seine Zeit" Gilbert Kapkowski |