Juni 7-2008
Deutsche Meisterschaften ETF
HORNEBURG-GERMANY
Turnierbericht
Tournament Report
Die "Schlacht von Horneburg" ging in die ETF-Geschichte auch unter dem Begriff "Sauna-Cup" ein. Bezeichnend für die Situation in der Sporthalle Hermannstrasse im beschaulichen "Flecken" Horneburg (bei Stade in der Nähe von Hamburg) war die Auskunft, die im Laufe des Tages einer der Sanitätskräfte der Turnierleitung gab. Auf die Frage nach der "Verletzungsbilanz" kam die Antwort: "Keine echten Blessuren, aber etliche Eispäckchen wurden gebraucht und Kreislauf, Kreislauf...wir raten den Leuten, viel zu trinken und auch mal aus der Halle rauszugehen".
 

Der offizielle ETF-"Transporter" Dirk Janzik im Kreise "seiner" Deutschen Meister aus Hemer
Der technische Aufbau ging Freitagabends los und endete Samstag erst nach 4.00 Uhr morgens. 
Arbeit bis zum Umfallen für das Dekoteam und die wenigen ETF-Roadies, die sowas bis zum Ende durchhalten.

Am sehr warmen Sommerwetter draussen und an der kaputten-nicht vorhandenen oder nicht betriebsbereiten Lüftung der Sporthalle konnte die Turniercrew aber leider nichts ändern. Hätte man das vorher gewusst, dann wäre ein "Open Air-Turnier" draussen auf dem benachbarten Sportplatz die bessere Alternative gewesen. 

In Bayern war Open Air 2006 damals ein Riesenhit (siehe Bericht), aber in Horneburg 2008 war man auf outdoor und das auf mehreren Flächen gleichzeitig natürlich gar nicht vorbereitet. 

Auf die extrem dicke Luft in der Halle aber auch nicht.

Der insgesamt sehr guten Stimmung beim Deutschland-Cup schadeten die Sauna-Verhältnisse nur indirekt. Klar - so ganz gemütlich war das nicht, noch nicht mal im ETF-V.I.P.-Zelt, in dem zumindestens 1 oder 2 Ventilentis die warme Luft ein bisschen durcheinanderwirbelten.
Etliche Highlights bei diesen Deutschen Meisterschaften der ETF entschädigten aber für die Klimakatastrophe in der Sporthalle, die auch einige Ehrengäste wie der Samtgemeinde-Bürgermeister Gerhard Froelian (als oberster "Hallenwart" der Stadt) tapfer durchstehen musste.
 
Im Vorprogramm am Samstagmorgen der Spielmannszug Horneburg
Schwitzen war in der Halle zwar polizeilich verboten, aber na ja...
Ein nicht unbedeutender "Wirkfaktor" war mit Sicherheit die langfristig aufgestellte ETF-Jury.

Das mehr als 20-köpfige Kampfgericht beim Deutschland-Cup kam der Sache angemessen aus ganz Deutschland zusammen.
Einige Kräfte mussten immerhin aus dem tiefsten Bayern (Franken) oder dem hintersten Rheinland hinauf in den höchsten Norden fahren, um so eine Meisterschaft erst zu ermöglichen.

Insgesamt machten die "Gelbhemden" der ETF einen guten Job im Backofen von Horneburg, allen voran die beiden Ranglistenersten der ETF-Jury, Bianca und Norbert Hellmich, die beide sehr viel Turniererfahrung und diskrete Objektivität ins Spiel zu bringen verstanden. 

Allerdings zeigte sich in Horneburg im Verlauf einiger Wettbewerbe leider mal wieder mangelndes und diskussionswürdiges Regel-un-Verständnis einzelner Persönlichkeiten.

Randbemerkung: Ende 2007 hatte sich eine aufeinander eingespielte "Kampfrichter-Clique" eines einzelnen Clubs auf eine ziemlich unkollegiale Art und Weise aus dem ETF-Jury-Team verabschiedet. Der übliche Personalmangel bei den Kampfrichtern wird durch solche Aktionen nicht grad besser, aber der Verband geht trotzdem keine faulen Kompromisse ein, denn die ETF strebt nach höchstmöglicher Qualität auch auf dieser Ebene.
Kampfrichter, die sich selbst als viel zu wichtig erachten, Regeln nicht kennen oder gar nicht kennen wollen und an echter Teamfähigkeit und Lernbereitschaft im Sinne des Sportes wenig Interesse zeigen, werden sich auf Dauer in dieser Funktion nicht halten können.
Und zwar egal welchen Dangrad sie haben oder wie "erfolgreich" ihr eigener Verein jeweils aufzutreten versteht.
Es hakt dann vielleicht zeitweise irgendwo ein bisschen, aber tut es das in diesem Sport nicht andauernd überall und immer und in (fast) allen seinen Verbänden ? 
Übrigens gilt das auch für einen anonymen "Gästebuch-Schreiber" und e-mail-Versender, der zum Zeitpunkt des Deutschland-Cups mit intelligenten Bemerkungen zur ETF zu glänzen verstand. Es geht nämlich auch umgekehrt, denn es steht einem Verband oder einem Turnierveranstalter frei, Vereine, Trainer und Kampfrichter, die sich nicht benehmen können, komplett ABZULEHNEN und von einem Turnier AUSZUSCHLIESSEN.
Entgegen anderslautenden Gerüchten gucken wir statt auf grosse Zahlen vorrangig auf´s Niveau in diesem Sport...und das wird im Einzelfall bei Leuten nicht besser, weil sie angeblich sowieso gegen jeden gewinnen oder bei Meister Kimchi eine koreanische Urkunde gekauft haben.
 

Ein paar Ehrengaben gab es bei der morgendlichen Eröffung, nicht nur für den Samtgemeindebürgermeister Gerhard Froelian und den 2.Vorsitzenden des SV Bliedersdorf, sondern auch für Ausrichter. Zur offiziellen ETF-Turnierurkunde überreichte die ETF-Geschäftsstelle das erste Exemplar der Lehrtafel "Poomsae", die auf dem neuen offiziellen Formenlehrwerk basiert.
Man kann diese Lehrmittel natürlich auch jederzeit bestellen - im ETF-Shop.
 
Wieder einmal extrem verwunderlich für "traditionell" angelegte Taekwondo-Fans:
In der schön dekorierten Sporthalle war überall was von "ETF" zu sehen...und von ganz vielen verschiedenen "Stilrichtungen"...auch jenseits des Olympia-Stils.
An Gold und Silber wurde in Horneburg nicht gespart
Zwei aus der Helfercrew, die zusammengehören...Familie Schlichtmann 
Happy Birthday, Nadine...der Trainer und der Taekwondo-Radio-Moderator "Age Pee" überraschten das Geburtstagskind des Tages morgens mit einem Ständchen in der Sporthalle. Nadine Jagusch wurde am Turniertag nicht nur 12 Jahre alt, sondern machte sich später selbst ein paar Geschenke: Sie errang den Deutschen Meistertitel in der Version der ETF, sowohl bei den Traditionellen Formen in ihrer Klasse als auch im Freestyle-Wettbewerb der weiblichen Jugend nach einer Entscheidung im Stechen gegen die Neunkirchenerin Leyla Yilmaz.

Ungewohnt für eine "Taekwondo"-Veranstaltung, aber schlichtweg ein stilvoller Knaller in der Sporthalle waren 2 Auftritte des früheren "Italo"-Stars Silvano, der in den 80er Jahren mit den Titeln "Vision of Love" und "How are you" mit DJ´s Project die Charts stürmte. Die vielen jüngeren Martial-Arts-Kämpfer in Horneburg kannten die alten Hits wohl nicht mehr, aber der Sänger produziert grad Neuauflagen und versucht ein Comeback. Trotz der Sauna-Atmosphäre in der Halle swingten einige der "Älteren" bei den Songs mit und hatten ihren Spass. Danke für diese Einlage ! 
Für ETF-"Oldie" und Turniermanager Gilbert Kapkowski eine schöne Erinnerung, denn der Song "How are you" zählte tatsächlich zu seinen Lieblingshits und den Künstler mal persönlich auf der Matte zu Gast zu haben, kommt ja nicht alle Tage vor.
Die "Fan-Seite" von DJ´s Project ist hier verlinkt. 
 
Die sportliche Ebene...
Verglichen mit der Vorjahresveranstaltung Deutschland-Cup 2007-German Masters, die allerdings auf 2 Tage verteilt waren, kann man eine rundweg positive Bilanz ziehen.

Zwar kam insgesamt nicht die Teilnehmerzahl des Vorjahres zustande und 2007 war auch die Beteiligung aus dem Ausland eine ganz andere.

Aber angesichts der Klimaverhältnisse in der Sporthalle und einiger "Randprobleme", ca. 1 Stunde Zeitverzögerung usw. war die Starterzahl von etwas unter 300 sogar als relativ optimal zu bezeichnen.

Umgekehrt gab es in Horneburg einige stark besetzte Klassen und dazu ein paar Weltspitzenleistungen, insbesondere beim Hochsprung und beim Bruchtest.
Der organisatorische Rahmen tat das Übrige.

Stress für den Ausrichter:
Ein wenig branchenüblicher Ärger mit dem Hallenpersonal, das eigene Wettkampfteam von über 30 "Hoffnungsträgern" von alt bis jung wollte betreut werden, nebenbei sollte die "Gulaschkanone" den ganzen Tag reibungslos funktionieren, Streicheleinheiten für Kampfrichter, Helfer und Ehrengäste, ein bisschen die Presse bedienen, vorher, zwischendurch und hinterher putzen, räumen, waschen und legen...und im entscheidenden Moment war mal wieder das Bier warm...bei dem Wetter aber kein Wunder. 

Das mit dem "ausser Bier keine warmen Getränke" ist übrigens der running gag der ETF. Vom hohen Norden bis ins tiefste Bayern wird jeder Ausrichter damit aufgezogen, egal ob´s stimmt oder nicht...da müssen halt alle durch und nur die Härtesten überleben.
Ein möglicher Ausweg: Bei einer Veranstaltung sollte von jedem Helferteam viel mehr Eis gebunkert werden. 

Gut, dass wenigstens die Turnierleitung auch in Horneburg eher wenig Ansprüche hatte, denn die hat bei dieser Meisterschaft in Horneburg wirklich ein paar Kilo "abgeschwitzt". Der Berichterstatter hat von morgens bis abends keinerlei feste Nahrung zu sich genommen. Es war einfach überall zuviel zu tun. Keine Zeit für ein angenehmes Leben auf dem roten Teppich als "ETF-Prominenter. Von wegen V.I.P., Mr. President, First Lady oder so... 
 

Eine Menge Olympia-Fights in nicht immer sehr stark besetzten Klassen
Der Pampers-Nachwuchs von Thomas Teige
In die Siegerlisten trugen sich 2 Sportler des Ausrichters mit ganz unterschiedlichen Deutschen Meistertiteln ein: Simon Laß (17) und Rene Laß (12) überzeugten nicht nur bei den Traditionellen und den Freestyle-Formen, sondern machten auch beim Sparring eine sehr gute Figur. 

Die sportliche Bandbreite beim Deutschland-Cup war "ETF-mässig" überaus gross, denn bei uns gibt es eben nicht einfach nur Olympia-Kämpfen, nur Poomsae oder nur Tul einseitig endlos breitgetreten auf allen Flächen. Die Vielfalt, die der Sport tatsächlich zu bieten hat, zeigte sich in Horneburg wirklich eindrucksvoll. Es waren auch wieder einmal "Multi-Talente" zu sehen, die sich woanders in dieser Form nur entfalten könnten, wenn sie in mindestens 3 verschiedenen Verbänden auftreten würden. Denn die jeweils falsche Stilrichtung ist woanders natürlich sinnvollerweise verboten und einige sportliche Disziplinen gibt es tatsächlich nur in der ETF. 
Aus gut informierten Fachkreisen verlautete am Turniertag die Information "es gibt in Deutschland 14 Verbände und die ETF ist der kleinste und unwichtigste".
Da kann man halt nix machen - bleibt nur die Frage, warum sich ausgerechnet beim unbedeutendsten Verband seinen Titel abholen ?
Denn genau das hat der Deutsche Meister aller Klassen, Hölzer, Steine und Worte getan...
 

Begeisterung beim gut besetzten Hochsprung-Wettbewerb
Die Sieger Traditionelle Formen A 18-29 Jahre
Die Oldie-Champions 40J+ Thomas Teige
und Gladiator-Preisträger Dr. Juan Herguijuela
Gewinnen kann halt nicht jeder, aber für die "Verlierer" gab es
immerhin auch noch eine schöne Goldmedaille
Ein paar absolut faszinierende Leistungen in ganz unterschiedlichen Wettkampfkategorien kann man an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen: 
Gleich 2 Weltrekorde sind in Horneburg geknackt worden - davon könnte einer lange Zeit Bestand haben.
Denn die neue Rekordmarke von 180mm = 18cm pures Holz = 10 Bretter aufeinander mit einem "Hammerfaustschlag" war eine enorme Verbesserung des bislang bestehenden Bruchtestrekordes.
Muhamed Kahrimanovic (49) ist derzeit unbestritten der Mann mit dem härtesten Schlag der Welt. Beim Powerbruchtest in Horneburg konnte er das einmal mehr unter Beweis stellen. Die Konkurrenz hatte zwar ihrerseits Rekordmarken aufgelegt, aber Erfahrung, Technik und Konzentration können schon sehr wichtig sein, wenn man Spitzenleistungen erzielen will. 
 
Grand Champion Form
Ioannis Lerakis
Gute Stimmung und sehr gute Leistungen
beim High Kick-Wettkampf in Horneburg

Beim Hochsprungwettbewerb wurde erneut eine allgemeine Leistungssteigerung beobachtet. Einige Athleten kamen deutlich über ihre Vorjahresleistungen oder verzeichneten persönliche Bestmarken. Herausragend in Horneburg die Hochflieger bei der weiblichen Jugend -17 Jahre und bei den Damen. Die Wittgensteinerin Nicole Peter (24) stellte einen neuen gültigen Weltrekord bei den Frauen auf und übertraf mit einer Höhe von 2,35 Meter die alte Rekordmarke von Yolanda Wessolowski aus dem Jahr 2007. 
Erkennbar, dass hier in Zukunft voraussichtlich Rekorde wackeln werden, denn beispielsweise Anna Paskowski aus Hemer und Katrin Stinner aus Herdorf lagen mit 2,25 und 2,30 Meter schon knapp unter und auf der alten Weltspitzenleistung.
Auch die männlichen Teilnehmer überzeugten: Mit erreichten 2,70 Meter stießen 2 weitere Wettbewerber in höhere Regionen vor, die vorerst noch wenigen Ausnahmeathleten wie dem amtierenden Weltrekordler Thorben Springborn (Hamburg) vorbehalten sind.

Der Deutsche Hochsprungtitel ging an Thorben Springborn, der mit gesprungenen 2,95 Meter die danach noch aufgelegte Weltrekordhöhe von 3,01 Meter nicht mehr erreichen konnte. 

Der Sieger mit den meisten Einzeltiteln und Placierungen: Simon Laß (17)  siegte u. a. beim Sparring, beim Speed Sparring, bei den Traditionellen Formen, beim Freestyle und im Demo-Wettbewerb. Rechts im Bild die Deutschen Meisterinnen bei den Freestyle Formen
Der "Speed Sparring"-Wettbewerb wurde zum ersten Mal bei einer Deutschen ETF-Meisterschaft durchgeführt und verlief insgesamt sehr zufriedenstellend. Gerade dort wäre etwas mehr Beteiligung wünschenswert gewesen, denn "Speed" stellt  eine Modifikation des allseits beliebten Punkt-Stopp-Kampfes dar, mit etwas mehr Tempo allerdings. Die Prinzipien des "Fechtens" lassen grüssen.
Der Erfinder des Systems, ETF-Manager Gilbert Kapkowski, ließ es sich nicht nehmen, alle Kämpfe höchstpersönlich zu leiten. Wertungsrichter an der Bahn waren Mathias Röhl (Schwabach) und Rüdiger Stenzel (Hemer).
 
Im "Backofen von Horneburg" suchte man am liebsten ein schattiges Plätzchen - entweder in der V.I.P.Lounge oder draussen hinter der Sporthalle

Goldmedaillen verteilen war vermutlich der angenehmste Job der Jury rund um die Turnierdirektorin Dorothea Kapkowski, die abends -von vielen unbemerkt- ziemlich platt war. Auf dieser Ebene muss man dem Kampfgericht allgemein ein grosses Lob aussprechen. Die meisten hielten tapfer bis zum Schluss durch und packten auch mal mit an, wo es notwendig war.

 
Verabschiedung der Jury abends vor der Team-Siegerehrung

Grosse Freude bei einigen Matchwinnern: Oben im Bild das Duo vom ETF-Club TV Walsrode (Niedersachsen), Katrin Radatz und Ivo Bujewitsch,  die mit Platz 3 in der Teamwertung den bisher grössten Vereinserfolg feiern konnten. Abonnement auf der Siegertreppe für die Blue Sharks aus Wiesbaden: Formen-WKA-Weltmeister Ioannis Lerakis und Teamkameradin Anna Bücher heimsten zum Klassensieg auch noch die Auszeichnung als GRAND CHAMPION bei den traditionellen Formen ein. 

Erwähnenswert ist die Treppchenplacierung des Vereins Taekwondo-Team Ying Sheng (Rheinland-Pfalz). Die sympathische Truppe aus dem Hunsrück schaffte mit Platz 3 in der Teamwertung Technik einen unerwarteten Cluberfolg. Der war umso überraschender, weil ein scheinbar übermächtiger Mitstreiter im Technik-Wettbwerb dabei überholt werden konnte. Spielertrainer Dennis Sigmund konnte zudem zum ersten Mal einen Deutschen Meistertitel im Einzel (Herren 18-39 Jahre) nach Hause bringen. Aber so ist Sport nun einmal - Leistungssteigerungen und nicht erwartete Siege oder Niederlagen gehören dazu und müssen von den Beteiligten vernünftig "verarbeitet" werden. An den Kampfrichtern lag es nämlich nicht.
Umso unverständlicher die Information nach der Meisterschaft, dass sich einige Trainer und Wettkämpfer des Vereins offensichtlich weniger über den Gesamtsieg freuten, sondern sich mehr über "Einzelleistungen" in die Haare geraten sein sollen. Verdienter Erfolg und dennoch "Unzufriedenheiten" - das kann´s dann aber auch nicht sein. Mit sowas ist jeder Trainer irgendwie überfordert.
 

Vereinserfolg in Horneburg für den SV Weetzen (Niedersachsen), der auf Platz 5 beim Sparring landete
Als leistungsstärkste Clubs bei den Deutschen ETF-Meisterschaften stellten sich unter dem Strich einige Favoriten heraus. Bei der Teamwertung Sparring war der Sieg für den Zorlu Taekwondo Club (Bielefeld) nicht unerwartet, aber die junge Hamburger Kickbox-Truppe von Thomas Teige, der mit einer eigenen Sportschule in Hamburg-Bahrenfeld grad erst anfängt, hat die Verfolgung bereits 2008 aufgenommen.

Platz 1 bei den Deutschen Meisterschaften bei einem Heimspiel auf quasi eigenem Platz war für den Ausrichter zwar nicht unbedingt leicht erkämpft - insgesamt jedoch eine logische Folge guter Aufbauarbeit.

Andere Abteilungen dieses Vereins feiern vergleichsweise "Kreisligaerfolge" und werden dafür höher gehandelt, aber die Wertigkeit von "Kampfsport" ist in Deutschland  immer ein Thema für sich. 

Der Berichterstatter gratuliert allen Deutschen ETF-Meistern 2008 und den Placierten. Er bedankt sich bei allen Beteiligten für ein stressiges, aber auch lehrreiches Wochenende in Horneburg, welches in dieser Form mit Sicherheit ein einmaliges Erlebnis gewesen ist.

Um Aussenstehenden mal die viele Arbeit zu skizzieren, die mit so einer "Amateurveranstaltung" verbunden ist: Allein dieser Turnierbericht hier hat mehr als 2 volle Arbeitstage gebraucht, um ihn zu erstellen. Gelesen ist er in 5 Minuten oder weniger. Zu den Akten gelegt oder erst gar nicht zur Kenntnis genommen geht noch viel schneller... 

Die >>>Teamergebnisse und einige Einzelplacierungen findet man >>>hier


>>>TV-REPORT Deutschland-Cup auf Stade-TV

 
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