| Schauplatz der 2.Kickbox-Dan-Zertifizierung
und
Blackbelt-Prüfung
in
der ETF war erneut der Leistungsstützpunkt
Iserlohn (Sportstudio am Westergraben). Im Rahmen des Trainer-
und Lizenzprüferseminars 2009 nahmen 3 ETF-Trainer und -Wettkämpfer
an dem Prüfungslehrgang teil, bei dem es auch um die "Abschlussprüfung'"
für den Meistergrad im Kickboxen ging. Der Hamburger Stützpunkttrainer
Thomas
Teige leitete den gesamten mehrstündigen Kickbox-Kurs sehr
kompetent. Eine Video-Zusammenfassung
kann man auf KICK-TV
sehen. Vermutlich werden einige reine Taekwondo-Stilisten dort nicht immer
so ganz die feinen Unterschiede zwischen "Punkt-Stopp-Kampf", sogenanntem
"Leichtkontakt" und der ETF-Vollkontakt-Disziplin P 1 = Kämpfen mit
Lowkick und Knie (ähnlich wie K1 oder Thai-Boxen) erkennen. Genau
das war aber Thema des Trainer-Lehrganges und der "Abschlussprüfung"
für den Kickbox-Blackbelt.
Aus Sicht des Berichterstatters
hinterliessen alle Prüfungsbewerber vom "Fight-House
Hamburg" einen hervorragenden Eindruck. Sie waren ganz offensichtlich
nicht nur gut vorbereitet in diese Prüfung hineingegangen, sondern
zeigten durchgängig auch "schwarzgurtreife Leistungen". Bei den Sparringskämpfen
wurde natürlich nicht hart gekämpft, aber insbesondere der "Einser-Kandidat"
Kevin Rogge zeigte sich bei den Trainingsbegegnungen sogar einem
erfahrenen Gegner mit dem 4.Dan technisch und taktisch als ebenbürtig.
Wie sehr die zur Prüfung angetreteten Trainer in der Praxis stecken,
hatten sie grad eine Woche zuvor als Wettkämpfer beim ETF-FIGHT-CUP
NIEDERSACHSEN bewiesen. Thomas Teige zeigte dort, dass man auch als
Kickbox-Stilist beim WTF-Olympic-Sparring erfolgreich auftreten kann, denn
er gewann dort die "Oldie"-Klasse 40 Jahre+. Der 3.Dan Kickboxen für
ihn ist also genauso verdient wie der gleichzeitig verliehene 3.Dan im
klassischen Taekwondo.
Wenn man zu diesem Leistungsniveau
noch was kommentieren müsste, würde es ungefähr so lauten:
Vergleichsweise müssten andere "Meister" der einschlägigen Szene
ihre 3., 4., 5. oder ihre sonstigen goldenen Meistergürtel wieder
zurückgeben. Das betrifft wohl nicht allein die Kleinstadt Hamburg,
sondern den Boden der Tatsachen ganz allgemein. Es ist umgekehrt immer
wieder erfreulich zu erleben, wenn Sportler und Trainer die Sache ernstnehmen,
sich Herausforderungen wie einer Prüfung nach sportlichen Masstäben
stellen und dabei auch noch "bescheiden" auftreten. Zum Leidwesen einiger
wird schon längst nicht mehr jeder zu einer ETF-Danprüfung zugelassen.
Neben der erforderlichen Technik zählt nämlich die "Einstellung"
eines Bewerbers mindestens genauso viel. Gemessen daran war Prüfung
Nr.35 der ETF in Deutschland sehr zufriedenstellend. |