EURO-CUP 2002............PRESSE
Taekwondo & Martial Arts
World Games..............
3rd E.T.F.European Championships
Kämpfen als
Völkerverständigung (WAZ
05.11.2002)
Wie Kampfsportarten salonfähiger gemacht werden können,
demonstrierte der Taekwondo Verein Wanne am Wochenende beim
Euro-Cup der E.T.F. (Euro Taekwondo Federation) in der Sporthalle
Eickel.
Gilbert Kapkowski ist Generalmanager der E.T.F. und intensiv damit
beschäftigt, die diversen Kampfsportstile zu vereinigen und ihnen
so
ein besseres Image zu verpassen. Dazu wurde der europäische
Verband gegründet, der sich klar von den klassischen
Taekwondo-Organisationen WTF und ITF abgrenzt und integrativ
wirken will. "Unser Verband dient allen Sportlern. Wir greifen alle
vorhandenen Stränge auf, um sie dann in einem geregelten Ablauf für
Athleten und Publikum anzubieten", ist der Iserlohner schon etwas
stolz auf seine Integrationsarbeit.
Mit dem Euro-Cup 2002 ist Kapkowski ein glänzender Coup
geglückt. Rund 550 Sportler aus neun Nationen verwandelten die
Sporthalle Eickel in ein Mekka der Völkerverständigung.
Meinungsverschiedenheiten wurden nicht auf der Matte, sondern mit
intensiver Diskussion ausgeräumt. So bekamen sich die Ausrichter
vom Taekwondo Verein Wanne zwar kurz mit den irischen Gästen in
die Haare, im Endeffekt wurde der Streit aber mit einer Einladung auf
die Insel beigelegt. Bemerkenswert auch die Disziplin aller Athleten,
die viel zum gelungenen Ablauf der Veranstaltung beitrugen.
Absoluter Höhepunkt war das Show-Programm am Samstagabend,
das dank überragender Darbietungen zu einer "Midnight-Show" wurde.
"Eigentlich hatten wir nur bis 23 Uhr geplant. Die Künstler haben
sich
aber so viel Mühe gegeben und wurden derart kreativ, dass wir keinen
Cut machen wollten und fast bis ein Uhr Programm hatten", freute sich
Kapkowski über die gelungene Zeitplan-Improvisation. Erst nach drei
ging die Latenight-Party im Sporthallen-Foyer langsam dem Ende
entgegen.
Starke Vorstellungen lieferten die Paarsieger im
Showteam-Wettbewerb "Team Marc Klinger" sowie die Gewinner des
Gruppenwettbewerbs aus Moldawien und Cottbus ab. Klinger sorgte
zudem dafür, dass die Absage von "Kokosnusknacker" Muhamed
Kahrimanovic nicht ins Gewicht fiel. Er entschädigte mit einem
weltweit wohl einmaligen Glanzpunkt: Mit der Innenhandkante köpfte
er
eine gefüllte Punika-Glasflasche freistehend.
Für Furore sorgten die Inszenierungen der moldawischen
Nationalmannschaft sowie des Taeguk-Showteams Cottbus. Mit drei
Zehnteln Vorsprung holte sich Moldawien schließlich die
ETF-Europameisterschaft. "Eigentlich gab es keinen Sieger. Vielleicht
können wir Cottbus nachträglich noch mit auf Platz eins stellen",
will
Kapkowski das Urteil noch einmal am grünen Tisch beraten.
05.11.2002 Von Jens Schumann Blickpunkt Taekwon-Do
Quelle:
http://www.waz.de/waz/waz.herne.lokalsport.volltext.php?id=324998&zulieferer
=waz&rubrik=Sport&kategorie=SPO®ion=Herne |