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Turnierbericht
Report
NEWCOMER-CUP 2005
E.T.F.TAEKWONDO & MARTIAL ARTS CHAMPIONSHIPS
HERNE-GERMANY-März 12-2005
Aufgeräumtes Bild: Trotz Platzmangel ein schöner Blick von der Tribüne

Der Nächste bitte:
Das Helferteam des Ausrichters Taekwon-Do Verein Wanne
hatte alle Hände zu tun, um den Andrang in der viel zu kleinen Halle
in den Griff zu bekommen
Der 2. "NEWCOMER-CUP" der E.T.F. nach der Auftaktveranstaltung im Jahr 2004 war erneut ein Erlebnis für sich: 

Mit 20 teilnehmenden Clubs aus 5 Bundesländern (davon 12 E.T.F.Mitglieder) blieb man in dem geplanten Rahmen, aber dennoch kam eine stattliche Zahl von Wettkämpfern und vor allem auch Zuschauern zustande, die zusammen die Hallenkapazität ziemlich sprengten.

Bei der Registration herrschte zeitweise drangvolle Enge und vor allem die viel zu kleine Tribüne in der Halle der Realschule Crange war dem Ansturm kaum gewachsen.
Dieser Besucherandrang war im Vorfeld nicht ganz richtig eingeschätzt worden. Die Halle war doch etwas zu klein. 

Wie im Vorjahr liessen sich die Organisatoren aber von einigen Widrigkeiten nicht aus dem Konzept bringen und brachten die Veranstaltung in gewohnter Manier dann doch recht professionell über die Bühne. Auch ein kurzer Stromausfall, der dreimal hintereinander alles lahmlegte, wirkte sich nicht besonders nachteilig aus: Wasserkocher, Punktelektronik und die "psychedelische" Beleuchtung der Ehrenpreise an einer Steckdose forderten offensichtlich ihren Tribut.
Man blieb angesichts einiger Hektik cool und auch die durchweg souveränen Kampfgerichte leisteten ganze Arbeit: Der Zeitplan wurde tatsächlich eingehalten.

Die Schlacht am Buffett: Stress in der Turnier-Cafete
Glänzend präsentiert: Die E.T.F.Trophäen in Herne
E.T.F.Style: Die Jury im Blickfeld des Geschehens
Eine gute Partie auch ausserhalb der Kampffläche
Starke Trainer und Kampfrichter: Keywan und Abass Sohrabi
Der J.V.Siegerland machte nicht nur das Rennen als grösster,
sondern zum Schluss auch noch als erfolgreichster Club des Tages
Und noch eine passende Ehrung:
Frank Hollmann (SC Glandorf) reihte sich verdient
in die Riege der lizensierten E.T.F.Kampfrichter ein.
Gratulation von der Geschäftsstelle 

Action auf der Kampffläche und der Kampf um die besten Tribünenplätze


Gutes Auge beim Pointfighting: 2 Wertungsrichter und 1 Kampfleiter gaben Punkte

Wieder mal schön zu sehen der sportliche Kontrast zwischen den unterschiedlichen Sparringsarten:

Der Vollkontakt-Stil hat für manchen genau den Reiz, den andere im "Pointfighting" sehen - insbesondere für die zahlreichen Zuschauer war so ein Turnier dann auch wieder etwas abwechslungsreicher als herkömmliche und etwas einseitigere Wettkämpfe konventioneller Ausrichtung.

Die sportlichen Leistungen beim Newcomer-Cup, der ja als "Nachwuchsmeisterschaft" definiert ist, konnten sich zudem durchaus sehen lassen.

Dominantes Team war eindeutig die zahlenmässig starke Abordnung des J.V.Siegerland (Siegen-NRW), die dann in der Endabrechnung auch uneinholbar Platz 1 in der Teamwertung belegen konnte.
Ein schöner Teamerfolg aber auch für den Zweitplacierten, die Kampfsportschule Schawe (Niedersachsen). 
Trainer Oliver Schawe, immer noch bekannt als "der Highlander" und ein absoluter Top-Schwergewichtler früherer Tage, ist noch nicht allzu lange mit der Schule selbständig - beweist aber konsequent, dass er Talente und Sieger "produzieren" kann. 

Nicht nur für kleine Mädels, sondern auch für ein paar "harte Jungs" war der speziell für den Anfängerbereich geeignete "Punkt-Stopp-Modus" (Pointfighting) diesmal die richtige Wahl: Die Verletzungsstatistik war kaum der Rede wert.

Ein paar "gebrochene Herzen" nach einer unvermeidlichen Niederlage, die so oder so mal kommt, konnten sich mit einem kleinen Trostpreis (Turnierwimpel) trösten.

Erneut zu sehen: Wenn der ganze Rahmen stimmt und die Organisatoren ihren Job ernstnehmen, dann macht es allen Spass und die Leistungen fallen gut aus.

Voller Kontakt - Gut geschnürt ist halb gewonnen
Tips vom Betreuer - eben auch für den kleinsten Kämpfer wichtig

Zum ersten Mal beim Double Match dabei und ein Einstand nach Mass:
Trainer Ralf Böer (Mudo Sportcenter Castrop-Rauxel)
und sein erfolgreiches Team
Was kaum ins Gewicht fiel, war die Tatsache, dass einige Klassen zwangsläufig unbesetzt geblieben waren.

Durch diverse Zusammenlegungen ergaben sich jedoch nur wenige "kampflose" Klassen, was bei der Vielzahl der Kategorien lt. Ausschreibung wohl kaum zu verhindern war.
Einige Klassen waren sogar recht stark besetzt; allgemein auffällig war erneut die zunehmende Abstinenz weiblicher Teilnehmer, von ein paar Gewichtsklassen mal abgesehen.

Etwas enttäuschend die Resonanz beim Double Match Wettbewerb. Diese Team-Kategorie zählt zu den interessantesten und meist auch spannendsten Ereignissen im Turnierverlauf - in Deutschland bleiben bei kleineren Turnieren die Double Match Teams eher die Ausnahme, denn offensichtlich haben viele Trainer die Vorzüge dieser Disziplin überhaupt noch nicht verstanden. Während Einzel-WTF-Sparring oft von abwartendem Punkt-Taktieren bestimmt ist, geht es beim Double Match nämlich meist echt zur Sache und man sieht einen dynamischen Abtausch. 
Es dürfte wohl auch keinen Kämpfer geben, der diese Team-Disziplin missen will, wenn er sie erstmal entdeckt hat - den passenden Partner vorausgesetzt. 

Ein paar Kleinigkeiten fielen ins Auge des Betrachters:

Immer noch gibt es Betreuer, die nicht in der Lage sind, eine Ausschreibung zu lesen. Oder ignorieren sie diese ganz zielgerichtet ?

Dass in vielen Kampfsportarten und bei den allermeisten Veranstaltern z. B. ein "Kopfschutz" oder ein "Mundschutz" zu den üblichen (und sinnvollen) Standards gehört, scheint noch nicht überall bekannt zu sein.

"Problem" Siegerehrung:
Was macht man, wenn ein placiertes Team (trotz Aufruf) nicht bei der Siegerehrung erscheint ?

Die Verfahrensweise der E.T.F. ist hierbei seit 2002 geklärt: Der Nächstplacierte rückt entsprechend nach und ein Ehrenpreis wird nicht per Post nachgeschickt. 


Proppenvolles Programm: Der Zuschauerandrang in Herne war nicht gerade gering 
Mittleres Chaos in der kleinen "Aufwärmhalle" nebenan:
Leider wurde am Veranstaltungstag von einigen Teilnehmern
unnötig Müll produziert, worüber sich der Ausrichter ziemlich ärgerte
So sieht ein Champion mit dem 9.Kup aus !
Leyla Yilmaz (10 Jahre) vom Budo Sport Herdorf (Rheinland-Pfalz) landete mit 2 Siegen in ihrer jungen Kämpferkarriere gleich auf Platz 1
Siegerteam J.V.Siegerland
Ist auch schön, wenn´s vorbei ist...

Die Team-Siegerehrung am frühen Abend
>>>Hier die Team-Ergebnisse
Zusammenfassung:
Der E.T.F.Newcomer-Cup 2005 verlief trotz des unerwarteten Gedränges am Morgen keineswegs schlechter als die Veranstaltung im Vorjahr.

Das Kampfrichter-Management durch Jury-Chief Frank Andiel (Niedersachsen) verdient übrigens grosses Lob. Proteste gab es keine...und wie der Berichterstatter stark vermutet...auch keine "Fehlurteile".

Positiv sicherlich die "Entzerrung" des Turniers, weil sämtliche Technik-Klassen (Formen etc.) diesmal ausgegliedert worden waren, denn in derselben Halle folgten dann ja 1 Tag später die NRW-OPEN 2005, die offenen Technik-Landesmeisterschaften der E.T.F. 

Sehr bemüht die (zu kleine) Helfercrew des Ausrichters, das mit Hilfe des E.T.F.Roadie- Teams aus einer verhältnismässig hässlichen Turnhalle einen angemessenen "place of events" zauberte, der sich mit einigen grossen E.T.F.Veranstaltungen durchaus messen konnte. 
 


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