| Von der Teilnehmerzahl her
gesehen war der ETF NRW-CUP 2006 ein
verhältnismässig kleines ETF-Turnier - grosses
Herz bewiesen aber die Helfer und Organisatoren dieser insgesamt
sehr schönen Veranstaltung, das Team der Kampfrichter und die Mehrzahl
der fairen Sieger des Tages.
Die Turniercrew vom Fight
Club Milia, angeführt von der "römischen Kanone" Patrizio
Milia mit seinem Schmuse-Schäferhund Schlappohr "Tedesco",
zauberte mit Hilfe der ETF-Geschäftsstelle und einigen engagierten
Helfern ein insgesamt sehenswertes Event aus dem Hut. Sicher auch eine
gute Werbung für die noch junge Sportschule "Fight Club" in Dieringhausen,
die zumindestens bei diesem "Heimspiel" wesentlich erfolgreicher gewesen
ist als die restliche Kampfsportkonkurrenz in Gummersbach und Umgebung.
Danke an das kleine Team
vom SV Bliedersdorf, denn die weitgereisten
Kämpfer und Betreuer aus dem hohen Norden stürzten sich nicht
nur sehr erfolgreich ins Wettkampfgetümmel, sondern glänzten
bereits vorher unspektakulär beim Kistenschleppen und Kabelziehen.
In gut 3 Stunden war die
Sporthalle
des Berufskolleg Oberberg in Gummersbach-Dieringhausen ziemlich professionell
eingerichtet und dekoriert. Die durchweg gute Stimmung bei rund 160 Teilnehmern
auf 2 übersichtlichen Flächen tat das Übrige.
Grosses Plus war erneut eine
insgesamt souveräne Jury, die es aber nicht immer ganz leicht
hatte. Es nervt schon ein wenig, wenn Coaches von elementaren Standards
bei Wettkämpfen keine Ahnung haben und deswegen die Zeit wegrennt.
So sollte man die Farben
BLAU und ROT auseinanderhalten
können oder wissen, dass Jugendliche nur mit einem Fuss-Schutz kämpfen
dürfen. Man kann nicht endlos und andauernd verpasste Aufrufe tolerieren,
denn sonst wird es echt langweilig rund um die Matte.
Der Zeitplan wurde trotzdem
allgemein sehr zufriedenstellend eingehalten. Um 17.15 Uhr war der sportliche
Teil inclusive Team-Siegerehrung beendet. Auch für einen Sonntag sicherlich
nicht zu spät, um noch gut nach Hause zu kommen.
Worüber
sich die Wettkampfleitung freuen würde: Coaches,
die ausnahmsweise selbst ein paar Stunden den Part des Kampfleiters übernehmen
und dann sehen, wie das auf der anderen Seite läuft. In einem Fall
stürmte ein übertrieben nervöser Betreuer erregt auf die
Wettkampffläche und wollte Unfairness des Gegners gesehen haben.
Lautstark wurde dann von ihm "sauberes Taekwondo-Kämpfen"
angemahnt.
Dieser unbeherrschte Trainer-Auftritt wurde allerdings ein Rohrkrepierer.
Es war erfrischend, dass der völlig zu Unrecht kritisierte Kämpfer
kurz nach diesem Ausraster einen blitzsauber gesprungenen k.o.Fersendrehkick
an den Kopfschutz seines Kontrahenten anbrachte und seinen Sieg insgesamt
sehr deutlich unter Beweis stellte.
Wie man als Kampfleiter
einen "Diszi" auch ganz ohne Verwarnungskarte anbringt, demonstrierte Referee
Patrizio
Milia recht originell:
2 Teilnehmer beim Pointsparring,
die nicht pünktlich auf der Fläche standen, mussten kurzerhand
Liegestütze
in voller Montur auf der Kampffläche absolvieren. Strafe muss
halt sein, aber man muss auch nicht immer alles übertrieben tierisch
ernst nehmen.
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Waches
Auge am Punktdrücker:
Miguel
Sousa aus Iserlohn
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Sieger
in allen Klassen:
Simon
Laß (SV Bliedersdorf)
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Zu den absoluten Positiverlebnissen
zählten
"multifunktionelle
Sportler", die in der heutigen Taekwondo-Szene eher aussterben, was
wirklich schade ist. Herausragendes Beispiel für einen (jungen) Sportler,
der tatsächlichen
Vorbildcharakter haben sollte, ist Simon
Laß (SV Bliedersdorf). Auch bei Meisterschaften mit deutlich
mehr Konkurrenz als beim NRW-CUP landet so jemand normalerweise immer ziemlich
oben. Der Unterschied zu anderen (Wettkämpfern) ist aber deutlich
zu sehen: Der Bursche kann wirklich (fast) alles, wovon andere noch nicht
mal träumen.
Erfolgreich kämpfen
(im WTF olympischer Stil), starke Technik im traditionellen Formenlauf
und bei den Freestyle-Formen. Dann sorgte er noch für Punkte für
die Heimmannschaft beim Formen-Teamkampf. Hätten wir beim NRW-CUP
"Bruchtest" im Programm gehabt, dann wäre die Siegertreppe dafür
vielleicht auch nicht weit gewesen und mal sehen, ob sich so eine Sportkanone
nicht auch noch im Kick-Box-Stil in Szene setzen kann.
Hier soll nicht eimerweise
Lob verschüttet werden, aber wenn sich ein junger Sportler im Alter
von 15 Jahren auch noch zeitweise ins Kampfgericht setzt, um was über
die Probleme von Punkten oder Listenführung "dazuzulernen",
ist das schon eine positive Erwähnung wert. Die "guten" Leute sind
nämlich immer die, die von alleine Zurückhaltung und Bescheidenheit,
aber auch Interesse zeigen und nicht so sehr ausschliesslich auf blanken
Erfolg nach aussen programmiert sind. Das gilt übrigens auch für
"Trainer". Die einen halten
grosse Vorträge über die "Theorie
der Formen" ihres einzig wahren Weltverbandes oder über ihre Erfahrungen
beim jährlichen "Grossmeistertraining" - die anderen passen tatsächlich
bei Meetings und Lehrgängen der ETF auf, nehmen den Mund nicht übertrieben
voll - und bringen ihren "Schülern" und Wettkämpfern tatsächlich
was Lehrreiches bei. Zumindestens was für´s sportliche Leben.
Man sieht die Wirklichkeit
des Könnens bisweilen bei Wettkämpfen und übrigens auch
bei Dan-Prüfungen allzu deutlich.
Im Lande der Ahnungslosen
laufen die Uhren allerdings bekanntermassen ganz anders.
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Erinnerungsfoto
Erfolgreiches
Team beim Sparring und bei der Technik
Team
Hindukusch (Afghanistan) + SSG Sankt Augustin
mit
den Trainern Mohsen Barati, 5.Dan und Sultani Amir 3.Dan
und
ETF General Manager Gilbert Kapkowski
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Happy
Birthday
Rene
Laß wurde am Veranstaltungstag
stolze
11 Jahre alt
Turnierdirektorin
Dorothea
Kapkowski
(50)
hatte
für das Geburtstagskind ein paar Geschenke
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In
der "Kampfrichter-Lounge" hinten gab es eine Geburtstagstorte mit Kerzen,
Ständchen und "Rakete"
...vorne
fanden die "richtigen" Siegerehrungen statt
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Beim sportlichen Teil das
grösste Manko beim NRW-CUP: Die leider unbesetzten Kategorien beim
Team-Sparring. Bei kleineren und regionalen Turnieren in Deutschland ist
es kaum möglich, ausreichend Teams zu finden. Mehr als schade, denn
eigentlich ist dieser "Mannschaftskampf" noch um einiges spannender als
die üblichen Zweikämpfe. Nur leider scheint das echte TKD-Kämpferpotential
(in Deutschland) immer weiter
auszudünnen. Gekämpft wird zunehmend vielleicht mehr auf der
Strasse oder auf dem Fussballplatz als in einer TKD-Arena in der Sporthalle. |
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Die
Herren Oldie-Riege 30+ Formen
Sultani
Amir (SSG Sankt Augustin) r.souverän auf Platz 1,
Platz
2 Udo Kahler (TKD Do it Kerpen) l.
und
Platz 3 Georg Janzen (Phönix Dojang) Mitte
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Na
- Wie wär´s mit einem Foto von uns beiden ?
Auf
dem Siegertreppchen bei Kampf
und Formen
Newcomerin
2006 Leyla Yilmaz (Black Panther TVN)
und
Jugend-Europameister Simon Laß (SV Bliedersdorf)
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Thema Technik - Formen
Wie auch in den Sparringskategorien
gab es bei den technischen Wettbewerben ein gewisses Leistungsgefälle,
leider auch einige schwach besetzte Klassen, aber eben auch absolut gute
Leistungen einzelner herausragender Sportler. So konnte sich in der Herrenklasse
-29 Jahre Marcel Drabinski (TKD Recklinghausen)
mit einem Vorsprung von 7/10 Punkten vor den Drittplacierten der ETF-Europameisterschaften
2006, Dennis Sigmund (Team Ying
Sheng) auf Platz 1 vorkämpfen. Mit 27,8 Punkten hätte das für
den Starter aus Recklinghausen ein 2.Platz bei der EM
2006 werden können, aber das bleibt rein spekulativ, denn zunächst
ist ja "Dabei sein" alles.
Dass man auch anderweitig
dabei sein kann, bewies ein jugendlicher Formenexperte mit viel Turnierpraxis,
nämlich Max Schweitzer.
Der mit 15 Jahren jüngste
ETF-Trainer (siehe Reports 2006 und ETF-Sommercamp)
wollte unbedingt mal in der Jury statt als Wettkämpfer mitwirken und
schon hatte er in Gummersbach den Job, auch ohne Kampfrichterlizenz.
Darf an dieser Stelle erwähnt
werden, dass es manchmal die Jüngeren sind, die manch älteren
Kampfsport-Granden in der Jury locker in die Tasche stecken ?
Schon seit ein paar Jahren
sehr souverän mit der B-Lizenz im ETF-Kampfrichterteam:
Bianca
Hellmich (TKD Do it Kerpen) und diese engagierte junge Dame
geht grad mal auf die 17 zu. Es kann nicht nur "Wettkämpfer" und "Kampftrainer"
geben, gute Kampfrichter gehören zum Turnier eben auch dazu. Leider
sind die Clubs, die sich mit der Schiedsrichterei aktiv auseinandersetzen,
in der Minderzahl.
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Nochmal
Grund zum Jubel
bei
der Team-Siegerehrung
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Eine
tolle Leistung mit einem kleinen Team
Ani
und Manni vom SV Bliedersdorf "on the top"
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>>>Team-ERGEBNISSE
NRW-CUP
2006
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