"SüdWestdeutsche
Meisterschaften" der ETF am 27.Oktober 2007
in Kirchberg (Rheinland-Pfalz)
Ursprünglich
war "nur" ein (kleineres) regionales Turnier auf Technik-Ebene geplant
- heraus kam dann eine sehenswerte Südwest-Meisterschaft
der ETF in Kirchberg (Rheinland-Pfalz)
mit durchaus hochklassiger Beteiligung aus
Auf
so ziemlich allen Ebenen verlief diese Sportveranstaltung sehr stilvoll
und die allgemein gute Stimmung tat das Übrige dazu.
Die
Sporthalle in Kirchberg wurde technisch und optisch vorbereitet wie zu
einem der ganz grossen ETF-Events, allerdings nur mit insgesamt 2 Aktionsflächen.
Sehr (positiv) aufgefallen und deswegen hier im Bild festgehalten = die
"Turnierbrötchen Note 1"
des Ausrichters in Kirchberg. Persönliche Randbemerkung zur Kampfrichterverpflegung
= "Das Auge isst mit..."
Organisatorisch lief eigentlich alles wie am Schnürchen, denn es war natürlich nicht der Riesenaufwand zu treiben, den wir zuletzt bei der ETF-WM 2007 in Hollenstedt erlebt hatten - mit Nachtschichten der Helfer bis 5 Uhr morgens. Es
blieb dann "Freitagnachts" noch etwas Zeit für ein paar kommunikative
Erlebnisse am Rande.
Das
ETF-Ambiente in der Sporthalle und die Schar der teils weitgereisten Gäste
gefielen dem offiziellen Vertreter der Stadt Kirchberg, der mit einer Begrüssungsansprache
das Turnier eröffnete.
"The
Transporter" Teil 2 Dirk Janzik
(ETF-Jurymitglied und "Tournament Assistant") übte sich weiter bei
den morgendlichen Ehrungen der ETF: Die Urkunde für die ETF-Kampfrichterlizenz
B wurde an Bernhard Wilzek
(Dinslaken) übergeben.
Insbesondere
über die Feinheiten des Wettbewerbs
"Speed
Sparring" wurde vor Beginn der Wettkämpfe ausführlich
mit den anwesenden Coaches gesprochen. Der Erfinder des Systems, ETF-Manager
Gilbert
Kapkowski, leitete später eine ganze
Reihe der Kämpfe auf der Speed Sparring-"Fechtbahn", um andere Kampfleiter
auf den Ablauf der Kämpfe vorzubereiten.
Der gültige Weltrekord
im Ellbogenbruchtest kam später beim ETF
Länderkampf 2 heraus (siehe Bericht).
Teilnehmer
und Zuschauer beim Rheinland-Pfalz-Cup haben gewissermassen nicht nur ein
Novum in Deutschland, sondern
Andererseits kann man die entsprechende Speed Sparring-Variante grundsätzlich auch mit den Regeln und der Ausrüstung des "olympischen" Taekwondo-Stils durchführen. Die Punktfeststellung ist schneller und einfacher zu handhaben als bei den herkömmlichen Systemen. Eine elektronische Anzeigetafel, wie bei der ETF üblich, erleichtert die Sache - unbedingt notwendig ist sie nicht bei jedem Turnier. Der Aufwand an Material und übrigens auch an Schiedsrichtern ist geringer. Sicherlich ist auch beim
"Speed" dieser oder jener Treffer auslegungsfähig und anders interpretierbar,
aber da 2 Kampfrichter immer von der entgegengesetzten Seite ziemlich genau
beobachten, sind die Fehlerquellen aufgrund "falscher" Blickwinkel deutlich
minimiert. Manche Betreuer und die Fans der Kämpfer sehen Punkte oft
noch viel genauer. Experten von aussen, die alles besser bewerten können
als eine Jury, welche näher dran ist am Geschehen, kann keine Wettkampfregel
so richtig abdecken.
Weil der Begriff "Speed" auch beinhaltet, dass auf der Bahn nicht lange herumtaktiert werden kann und die Kämpfe allgemein schneller sind und kürzer dauern, wird die Sache für alle Beteiligten, inclusive Zuschauer in Zukunft bestimmt noch interessanter werden. Die ETF plant bei zukünftigen Sparringsturnieren Speed Sparring immer wieder zu integrieren, wodurch für viele Kämpfer eine "Doppelstartmöglichkeit" geschaffen wird - sowohl im herkömmlichen Sparring und im Speed Sparring. Speziell für Anfänger
ist diese Art des Stop-Kampfes sicherlich sehr gut geeignet, aber auf Dauer
könnten sich auch hochklassige Spezialisten allein für das "Fuss-Faust-Fechten"
herausentwickeln. Technik, Schnelligkeit zählt hier
eindeutig mehr als Kondition oder gar andauerndes und langweiliges Herumtaktieren,
Sperren oder Ausweichen.
Der zahlenmässig "bedeutendere"
Teil des ersten ETF-Rheinland-Pfalz-Cups bestand aus den Technik-Wettbewerben.
Bemerkenswert: Beim Powerbruchtest
waren sogar mehr Teilnehmer am Start als bei der WM
2007 in Hollenstedt, bei der die Beteiligung in dieser Disziplin recht
gross gewesen ist. Qualität kam in die Veranstaltung, weil etliche
WM- und EM-Titelträger der ETF in Kirchberg am Start waren. Interessante
Auseinandersetzungen und Entscheidungen also in vielen einzelnen Klassen.
Die Teamwertung wurde diesmal zusammengelegt, d. h. alle Wettbewerbe zusammengenommen und nicht nach "Sparring" und "Technik" getrennt. In der Gesamtwertung siegte der Fight Club Milia vor dem Team Wittgenstein (beide NRW), dahinter die Kampfgemeinschaft der Black Panther / Supersonics aus Rheinland-Pfalz. Der Erstplacierte war allein schon zahlenmässig ziemlich überlegen und hatte zudem ein paar überraschende Joker im Ärmel, wie z. B. das Siegerteam in der "Realistischen Selbstverteidigung". Bemerkenswert bei diesem
Turnier die Verteilung der Team-"Trostplätze"
4, 5 und 6.
Besonders Abonnementssieger
Simon Laß räumte in allen möglichen
Klassen etliche Einzeltitel ab, u. a. nicht nur in seiner Spezialdisziplin
"Freestyle", sondern souverän auch im Speed Sparring und in weiteren
Kategorien.
Im Synchronlauf hängten
die Brüder Simon und Rene Laß
erstmals sogar die WKA und ETF-Weltmeister
Sie war übrigens auch beim Powerbruchtest nicht zu schlagen.
Mit einem fast reinen "Nachwuchsteam"
auf Platz 5 der Teamwertung durchaus sehr erfolgreich, konnte auch
der Ausrichter
Man kann dem ausrichtenden Verein für seine Gesamtleistung anlässlich dieser Preminere im Hunsrück gratulieren - auf diese Art werden mögliche weitere Turniere in Kirchberg sicherlich immer wieder Spass machen. Wenn man bedenkt, dass wir
mit dem "Rheinland-Pfalz-Cup" um 19.00 Uhr abends fertig waren
Die vorgesehene "After-Party" nach Abschluss der Wettkämpfe klappte dann zwar nicht so ganz, wie man sich das vielleicht erhofft hatte, aber das ist ein typisches Problem bei allen Turnieren - abends ist die Luft einfach raus und fast alle haben nur noch den Gedanken "going home". Das letzte ETF-Turnier des
Sportjahres 2007 hat Spass gemacht - Danke dafür - an alle, die mitgewirkt
haben.
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