Die Wettkampfdisziplin „Speed Sparring“
wurde im April 2007 entwickelt und ist eine persönliche Erfindung
und Neuentwicklung von Gilbert Kapkowski.
Sämtliche Namens- und Titelrechte,
auch gleichlautende, sind dem o. g. Urheber zuzuordnen, dessen geistiges
Eigentum die genannte Disziplin in sämtlichen ihrer Ausprägungen
bleibt. Das gilt auch für ähnliche Kennzeichnungen dieser Stilrichtung,
wie beispielsweise „Speed Fighting“, Speed Combat“ oder in der Abkürzung
„Speed“ usw.
Speed Sparring ist einerseits eine eigene
Wettkampfsportart – der Begriff bezeichnet aber gleichzeitig auch eine
Modifikation verschiedener anderer Wettkampfdisziplinen auf der Basis des
Speed Sparring Regelwerks, welches sich in Teilen vom Original-Regelwerk
anderer Sportverbände unterscheidet.
SPEED SPARRING – CLASSIC
Style
SPEED SPARRING – KICKFIGHT
SPEED SPARRING – BOXEN
1. SPEED SPARRING – TAEKWONDO
Olympic Style
2. SPEED SPARRING – KICKBOXEN
(Punkt Stop)
UNTERSCHIEDE
Beim Speed Sparring
„Taekwondo Olympic Sparring”
ist der Handangriff
zum Kopf VERBOTEN
Beim Speed Sparring
„Kickbox Sparring“
ist der Handangriff
zum Kopf ERLAUBT
Die Schutz- und Sicherheitsausrüstungen
unterscheiden sich je nach grundlegender Stilart.
Die Rahmenbedingungen, der Kampfverlauf
und die Wertungen sind jedoch beim Speed Sparring
für die Stilarten 1. und 2. gleich.
Bei den Stilarten 1. und 2. ist „Schlagwirkung“
= Treffer mit Wirkungsabsicht und einkalkuliertem K.O.
ausdrücklich NICHT vorgesehen.
REGELWERK 2.0.
1.WETTKAMPFFLÄCHE
Die Wettkampffläche
besteht aus genormten Sportmatten in der Stärke 10mm oder 20mm
in den Farben BLAU
und ROT.
Alternativ sind
Judo- oder Karate-Matten zulässig (Rot-Grün) oder anderes funktionell
geeignetes Equipment.
Die Abmessung der
Wettkampffläche beträgt 6x6 Meter = 36 Matten 1x1 Meter.
2.KAMPFZEIT
Die Kampfzeit beträgt
regulär 90 Sekunden und ist ohne Pause durchlaufend.
Nur auf ein „Zeit-Stop“-Kommando
des Kampfleiters wird die Count-Down-Uhr angehalten.
Nach einer Unterbrechung
aus wichtigem Grund läuft die Zeit später weiter.
3.KAMPFVERLAUF
Kämpfer blau
und Kämpfer rot nehmen die Startposition ein. Der Kampfleiter gibt
den Kampf frei und unterbricht diesen bei folgenden Sachverhalten:
A – Korrekter
Treffer eines oder beider Kämpfer
B – Verlassen
der Kampffläche
C – Übertreten
der Kampfzone blau oder rot nach hinten
D – Unterbrechung
aus wichtigem Grund
z. B. Halten des Gegners, Verletzung, Sturz eines Kämpfers, Regelwidrigkeit
etc.
E – Ende des
Kampfes nach Punkten
F – Ende der
regulären Kampfzeit
4.ERGEBNIS DES
KAMPFES UND WERTUNGEN
Punkte und Minuspunkte
werden vom Kampfleiter gemeinsam mit einem Kampfrichter am Jurytisch vergeben,
alternativ vom Kampfleiter alleine.
Sieger des Kampfes
ist derjenige, welcher in der regulären Kampfzeit als erster die Zahl
von 9 Punkten erzielt.
Falls keine 9 Punkte
erzielt werden, steht der Sieg durch die höhere Anzahl von Punkten
fest.
Die Zahl von 9 Punkten
kann je nach Ausschreibung modifiziert werden.
Bei einem Gleichstand
ab mindestens 3:3 Punkten wird der Kampf verlängert und endet nach
dem ersten korrekten Treffer. Die Zeit der Verlängerung ist auf die
reguläre Kampfzeit begrenzt. Wird kein Treffer erzielt, scheiden beide
Kämpfer aus.
Bei einem Punktstand
des Siegers, der nicht mindestens 3 Punkte beträgt, hat dieser den
laufenden Kampf gewonnen – er wird jedoch für die nächste mögliche
Begegnung disqualifiziert. Eine Ausnahme von dieser Mindestpunktzahl ist
nur im Fall einer Disqualifikation möglich.
+ PUNKTE
1 Punkt = korrekte
Handtechnik (zum Kopf oder Körper) je nach Stil
2 Punkte =
korrekte Fusstechnik zum Körper
3 Punkte =
korrekte Fusstechnik zum Kopf
4 Punkte =
korrekte Fusstechnik gesprungen zum Kopf
1 Punkt extra
= Gegner übertritt die Seitenlinie der Kampffläche (beide Füsse)
– PUNKTE
1 Punkt minus = Angriff
nach einer Unterbrechung
1 Punkt minus =
Angriff auf zu Fall gekommenen Gegner
1 Punkt minus =
Angriff auf unzulässige Trefferzone
Bei der Anzeige des
3.Minuspunktes wird der Kämpfer disqualifiziert.
5.SCHLAGWIRKUNG,
KNOCK-DOWN, K.O.
Die „Wirkung“ eines
Treffers wird zur Punktevergabe nicht bewertet.
Es zählt nur
ein korrekter Treffer.
Bei einem Knock-Down
wird kein zusätzlicher Wertungspunkt gegeben.
Bei einem K.O. ist
der Kampfverlauf entscheidend:
War der Treffer nicht
vermeidbar, z. B. durch „Hineinlaufen“ des Gegners in eine korrekte Angriffstechnik,
dann ist der Angreifer
zum Sieger zu bestimmen.
Ist klar erkennbar
gewesen, dass ein K.O. durch den Angreifer beabsichtigt worden ist
= exzessiver oder
unkontrollierter Kontakt, so entscheidet das Kampfgericht auf eine Disqualifikation
des Verursachers.
Im Fall einer Disqualifikation
kommt der Sieger auch ohne die Mindestzahl von 3 Punkten in die nächste
mögliche Begegnung.
6.VERLETZUNG
Im Falle einer Verletzung,
die eine Fortsetzung des Kampfes nicht möglich macht, gelten sinngemäss
die Regeln wie in Nr. 5 ausgeführt.
Der Verursacher der
Verletzung wird disqualifiziert, wenn das Kampfgericht eine Regelwidrigkeit
feststellt bzw. ein Eigenverschulden des Verletzten.
Falls keine Regelwidrigkeit
oder ein Verschulden festgestellt wird, wird der gültige Punktestand
herangezogen, um den Sieger des Kampfes zu ermitteln.
Im Falle eines Gleichstandes
siegt der unverletzte Kämpfer.
7.SONSTIGE REGELN
Die sonstigen Regeln
und Bestimmungen ergeben sich aus der Ausschreibung und dem zugrundeliegenden
Regelwerk der ETF.
Falls ein Sachverhalt
auftritt, der durch das Wettkampfreglement nicht entschieden werden kann,
so entscheidet die jeweilige Jury und im Falle eines Protestes der
Kampfrichterausschuss der ETF als höchste Instanz.
SPEED
SPARRING – Regelwerk Version 2.0.
1.Version
erstellt durch Gilbert Kapkowski am 24.April 2007 in GER-Iserlohn, Bonstedtstrasse
33
Version 2.0 aktualisiert
01.01.2009
Die
Speed Sparring Regeln, Logos und Textvorlagen sind urheberrechtlich geschützt.
Sie
dürfen in Teilen oder insgesamt nur mit Genehmigung des Verfassers
veröffentlicht oder vervielfältigt werden.
WETTKAMPFKLASSEN
TAEKWONDO Olympic
Sparring
WETTKAMPFKLASSEN
KICKBOX Sparring
(Punkt-Stop)
siehe jeweilige Turnierausschreibung |