Was ist TAEKWONDO ? Eine Erläuterung


TAE bedeutet "Fuß", "mit dem Fuß schlagen, treten". Präzise und schnelle Fußtechniken sind die Basis von Abwehr und Angriff in allen Disziplinen von Taekwondo. 

 
KWON bedeutet "Faust", "mit der Faust schlagen". Kraftvolle und entschlossene Handtechniken werden im Taekwondo sowohl für die Abwehr als auch für den Angriff eingesetzt. 

 
DO bedeutet "der Weg". 
Die Folge der Farb- und Schwarzgurte bringt zum Ausdruck, daß jeder konsequent an der Verbesserung seiner Fähigkeiten arbeiten muß, um auf seinem Weg voranzukommen. 

 
 
Taekwondo ist heute eine sehr vielseitige Kampfsportart, die grob in fünf Disziplinen eingeteilt werden kann: 
  • GRUNDSCHULE: Körperbeherrschung, Standsicherheit, Schnelligkeit und Präzision sind unabdingbare Voraussetzungen, die ein Taekwondo- Sportler beherrschen muß. Bei den Grundtechniken, die aus Handschlägen, Blocks, Fußtritten, Fußstellungen und Schritten bestehen, wird daher besonderer Wert auf saubere und präzise Ausführung gelegt.  Grundschule im Bild... 
  • ILBO-TAERYON: Darunter versteht man eine erste Anwendung der Grundtechniken in einer Partnerübung. Auf eine festgelegte Fausttechnik des Angreifers antwortet der Partner mit einer individuellen Kombination von Abwehr- und Kontertechniken. Dabei sind der richtige Abstand, die korrekte Ausführung und eine sinnvolle Aufeinanderfolge der Techniken von Bedeutung. 
  • Ilbo Taeryon im Bild... 
  • FORMEN: In dieser festgelegten Abfolge von Abwehr- und Angriffsbewegungen gegen imaginäre Gegner werden die erlernten Einzeltechniken zu einem harmonischen Ganzen zusammengeführt. Wichtig sind unter anderem ein flüssiger, rythmisch ausgewogener Ablauf, korrekte Atmung, Blickkontakt und exakte Rückkehr zum Ausgangspunkt. Mit zunehmendem Gurtgrad werden die Bewegungsabläufe der Formen komplexer und anspruchsvoller. In dieser Disziplin gibt es Wettbewerbe und Meisterschaften. Die Formenschule Poomsae ist eine von mehreren Formenschulen. Neben den Poomse-Formen sind z. B. auch noch die HYONG sehr weit verbreitet, die im TKD-Verband ITF später zur TUL modifiziert worden sind.

  • Video Poomsae-Form Nr. 1
     
  • VOLLKONTAKT: Bei dieser Wettkampf-Disziplin treten zwei Wettkämpfer in Schutzausrüstung gegeneinander an. Ziel ist es, gemäß genau definierter Kampfregeln korrekte Treffer auf der Schutzweste oder dem Kopf des Gegners zu plazieren. Hier kommt es auf Schnelligkeit, Taktik und Reaktionsvermögen an.  Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, unterscheiden sich die Techniken von denen der traditionellen Grundschule. Vollkontakt-Taekwondo-Sparring ist seit dem Jahr 2000 olympische Disziplin. Vollkontakt-Wettkampf im Bild... 

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  • HOSINSUL / SELBSTVERTEIDIGUNG: In einer Notwehrsituation gibt es im Gegensatz zum Wettkampf keine festen Regeln: der Angreifer kann mit jeder erdenklichen Aktion sein Opfer überraschen. Dennoch muß der Verteidiger den Notwehrparagraphen, insbesondere den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, beachten. Entsprechendes Verhalten wird auf der Grundlage von Taekwondo-Techniken, aber auch Hebel- und Festlegetechniken aus anderen Kampfsportarten, trainiert.  Selbstverteidigung im Bild...


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